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Muuzemändelcher

Die Muuzemändelcher gratulieren zum 80. Geburtstag

Unser Ehrenbaas, Reinold Louis, geb. am 06. Mai 1940 in der Elsaßstrasse, em Vringsveedel, hat von 1998 bis 2006 die Geschicke der Muuzemändelcher (kurz MM) als Baas geleitet und maßgeblich weiterentwickelt.

Jeder kennt das Lied von Ludwig Sebus: "Jede Stein in Kölle is e Stück vun Dir", aber bei Reinold muss es heißen: "Üvver jede Stein in Kölle kann de Reinold jet Verzällle".
Als Baas verstand er sich als Primus inter Pares. Als Teamplayer leitete er die Vorstandsitzungen der MM souverän und wirkungsvoll. Dank seiner Beziehungen konnte er gemeinsam mit seinem Vorstandsteam die MM aus einer äußerst schwierigen Situation herausführen. Wir Muuze verdanken unserem Ehrenbaas sehr viel.
Jeder, dem die Kölner Geschichte und vor allem das Kölner Brauchtum naheliegt, weiß, dass sich Reinold um unser Brauchtum sehr verdient gemacht hat. Dies beweisen ungezählte Auszeichnungen und Ehrenmitgliedschaft.

Reinold Louis ist Heimatforscher, WDR-Radio- und TV-Moderator, Kommentator und Begleiter des Rosenmontagszugs, Autor von Hörspielen und Features zu überwiegend stadtkölnischen Themen. Er verfasste rund 15 Bücher; 2000 wurde er mit dem KölnLiteraturPreis ausgezeichnet.
Sein Glanzstück sind die Kölschen Evergreens, eine Sammlung der schönsten kölschen Krätzjer, die er mit Unterstützung und im Auftrag der Kreissparkasse Köln herausgab. Seit 1974 erschien jährlich eine der Evergreens, insgesamt 40 Jahre lang. Eine Sammlung von mehr als 600 Liedern und einer Auflage von ca. 800.000 nicht käuflich erwerbbaren Exemplaren. Reinold Louis hat allen Grund stolz auf seine Lebensleistung zu sein. Er hat sich sehr große Verdienste um das Kölner Brauchtum erworben, und dafür sind nicht nur wir Muuze dankbar.
Und dass er es auch als Senior noch drauf hat, konnte er uns zu unserem 70-jährigen Jubiläum zeigen: er erarbeitete einen wunderschönen Film über die Entwicklungsgeschichte der Muuzemändelcher, garniert mit einigen historischen Schätzchen seiner wertvollen und sehr umfangreichen Sammlung an Film- und Fotodokumenten.
Was Reinold Louis auszeichnet ist, dass er trotz aller Bekanntheit und Ehrungen bodenständig geblieben ist und nicht „abgehoben“. Alle Muuzemändelcher gratulieren ihm ganz herzlich zu seinem 80. Geburtstag. Wir wünschen ihm Gesundheit und viele schöne Erlebnisse. Wir wünschen ihm, dass noch von viele gemeinsame Jahre mit seiner lieben Frau Käthe vor sich hat. Und natürlich wünschen wir uns, dass Reinold uns noch vieles aus der Muuze-Historie hinterlässt.

Zum Abschluss noch zwei kleine Anekdoten über unseren Jubilaren, erzählt von keinem geringeren als unserem Grandseigneur Ludwig Sebus und seiner langjährigen Vorstandskollegin Renate Baum.
Ludwig Sebus:
Reinold Louis und mich verbindet eine über fünf Jahrzehnte innige Freundschaft. Die vielfältigen Talente verbindet er in dem Können, alle sieben Jahre sich auf einem anderen Lebensfeld zu betätigen. Zu seinem 70. Geburtstag 2010 kam mir diese Einstellung willkommen. Zur vorgerückter Stunde - etwa um 00.00 Uhr – konnte ich ihn, in bester Stimmung, zu dem Höhepunkt seines Lebens führen. Was ich sehr gewünscht, aber nicht erhofft hatte, traf ein. Reinold erklärte sich mit mir zusammen bereit, in der Operette „Csardasfürstin“ die tragende Rolle des Fürsten Leopold Maria von Lippert-Weilersheim zu übernehmen als Widerpart seines Fürstensohnes Edwin.
Er gefiel in seiner Rolle so gut, dass er auch zur nächsten Spielzeit
von der Kölner Oper verpflichtet wurde. Nach Beendigung unserer Auftritte wurde uns beiden in radikaler Form bewusst, keine Fürsten mehr zu sein. Wir hatten nämlich nicht nur auf der Bühne unseren fürstlichen hoheitlichen Status, auch hinter den Kulissen, in der Garderobe, in der Ankleide, in der Maske, überall hatten wir auch separate Dienerschaft. Als nach der Spielzeit seine liebe Frau Käthe ihn eines morgens aufweckte, reagierte er auf ihre Frage: „Wie hast du geschlafen?“ mit „seine Hoheit hat köstlich geruht“.  Seine Frau Käthe war sehr zufrieden; denn hätte er gesagt „schlecht“, wäre beiden der ganze Tag versaut gewesen.

Mit hocharistokratischen Grüßen
Dein Zwillings-Bruder Fürst Leopold Maria von Lippert-Weilersheim (Ludwig Sebus)

Renate Baum
„Reinold Louis hat als Baas der Muuzemändelcher nach Theo Lingen zusammen mit seinem späteren Nachfolger Werner Schubert die Muuzen aus einer finanziellen Misere gerettet. Sein Sachverstand in finanziellen Dingen und die Akribie, mit der er und Werner Schubert der Sache auf den Grund gegangen sind in Verbindung mit Privatspenden haben die Muuzen seinerzeit vor dem Ruin bewahrt.
Vorstandssitzungen, Mitglieder- und Jahreshauptversammlungen unter Reinold Louis waren erfreulich kurz und effizient. Reinold handelte ohne Umschweife einen TOP nach dem anderen ab, ohne sich zu verzetteln oder langwieriges abschweifendes Gerede (Et jitt jo immer welche, die sich jähn selver schwaade hüre) zuzulassen. Somit ist Reinold Louis für mich das Vorbild aller Präsidenten und Vorsitzenden was den Ablauf und die Abhandlung von JHV und Vorstandssitzungen anbelangt.

Dein Mit-Muuzemändelche Renate Baum

Autoren: FJK, SG